Rettungskarte soll Feuerwehr bei Unfällen helfen


Deutscher Feuerwehrverband begrüßt ADAC-Initiative für mehr Informationen
 
München/Berlin – Ein Verkehrsunfall stellt die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor
viele Fragen: Welche Stelle ist am günstigsten, um das Fahrzeug zu zerschnei-
den? Wo liegt der beste Ansatzpunkt für den Hydraulikzylinder? An welchem
Platz ist die Batterie eingebaut? 
 
„Bei Verkehrsunfällen treffen die Feuerwehren auf eine Vielzahl von Fahrzeu-
gen auf Deutschlands Straßen – diese haben völlig unterschiedliche Baujahre,
Bauweisen und Sicherheitsstandards. Dies stellt hohe Anforderungen an die
Rettungskräfte, insbesondere bei der Rettung von verunfallten Personen“, erläu-
terte Ludwig Geiger, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV)
und zuständig für den Fachbereich Technik, bei der Vorstellung des Systems der
„Rettungskarten“ durch den ADAC in München. 
 
Der ADAC appelliert an die Fahrzeughersteller, bei Neuwagen an der Sonnen-
blende eine „Rettungskarte“ mit Informationen zu Schneid- und Druckpunkten,
Airbagzonen und dem Standort der Batterie anzubringen. „Wir begrüßen die Idee
der Rettungskarten, da dies eine weitere Hilfe für die Helfer vor Ort darstellt und
ein wichtiger Baustein ist, um die Zeit bis zur erfolgreichen und patientengerech-
ten Rettung von Opfern weiter zu verkürzen“, erklärte Geiger. 
 
„Eine Karte in Papierform stellt aus unserer Sicht einen ersten Schritt dar, die
Zukunft liegt sicherlich in einer digitalen Lösung, bei der die Daten über das
Kennzeichen und den Fahrzeugtyp ermittelt werden. Für andere Einsatzgebiete
gibt es das schon und für dieses wichtige Feld der Arbeit der Feuerwehren muss
das aus Sicht des DFV auch zu lösen sein“, so der DFV-Vizepräsident.